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Acino erzielt 2011 eine starke Performance, dank Mepha Akquisition ab 2012 auf beschleunigtem Wachstumskurs


Acino International AG

09.03.2012, Die Acino Gruppe kann auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurückblicken. 2011 war von Fortschritten in mehrfacher Hinsicht geprägt: Acino erzielte ein nachhaltiges Umsatzwachstum und eine äusserst zufriedenstellende Gewinnverbesserung. Mit der Übernahme von Geschäftsteilen der Cephalon/Mepha hat Acino zudem ihren langfristigen Business-Development-Plan bereits weit übertroffen, und das Unternehmen hinsichtlich Spitzenleistungen und Wachstum einen enormen Schritt weitergebracht.


Die Acino Gruppe kann auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurückblicken. 2011 war von Fortschritten in mehrfacher Hinsicht geprägt: Acino erzielte ein nachhaltiges Umsatzwachstum und eine äusserst zufriedenstellende Gewinnverbesserung. Mit der Übernahme von Geschäftsteilen der Cephalon/Mepha hat Acino zudem ihren langfristigen Business-Development-Plan bereits weit übertroffen, und das Unternehmen hinsichtlich Spitzenleistungen und Wachstum einen enormen Schritt weitergebracht.

6% Umsatzwachstum, getragen von einer guten Performance des Berichtssegmentes Peroral
Für das Gesamtjahr 2011 stiegen die Verkäufe trotz widriger Währungsentwicklungen um 6% auf EUR 134.9 Mio. (2010: EUR 127.5 Mio.). Das Umsatzplus stützt sich auf hö- here Volumina verkaufter Arzneimittel, begleitet von einer stetigen (wenn auch geringen) Margenerosion in einem hart umkämpften Generikamarkt.

Das Berichtssegment Peroral (orale Arzneiformen mit modifizierter Freisetzung) erzielte 2011 eine sehr gute Leistung und ist der Haupttreiber für das Umsatzwachstum der Gruppe. Der Umsatz wuchs 2011 um 12% auf EUR 101.4 Mio. (2010: EUR 90.8 Mio.). Der Deckungsbeitrag erholte sich deutlich und stieg auf 29% (2010: 14%). Verschiedene perorale Produkte, darunter die wichtigen Umsatzträger Doxazosin, Itraconazol und Amlodipin Besilat, erzielten besonders gute Verkaufszahlen.

Das Berichtssegment Parenteral (transdermale Systeme und parenterale Arzneiformen mit verlängerter Wirkstofffreisetzung) erzielte 2011 einen Umsatz von EUR 33.5 Mio. (2010: EUR 36.7 Mio.). Die Abschwächung ist primär auf entgangene Verkäufe von Goserelin in Deutschland und Grossbritannien zurückzuführen sowie auf nachgebende Preise und Lizenzeinnahmen für Fentanyl in etablierten Märkten. In der Folge verzeichnete der Deckungsbeitrag einen vorübergehenden Rückgang auf 19% (2010: 29%).

Insgesamt tiefere Kostenbasis trotz starken Schweizer Frankens
Der Schweizer Franken hat im Berichtszeitraum eine deutliche Aufwertung erfahren und stieg auf EUR/CHF 1.23 (Durchschnittskurs 2010: EUR/CHF 1.38). Da der Euro Acinos Berichtswährung ist, führte dies zu einer Erhöhung der Position Leistungen an Arbeitnehmende, für welche der Schweizer Franken die relevante Währung ist. Zudem stiegen die Personalkosten aufgrund des vermehrten Einsatzes von Teilzeitbeschäftigten zur Überbrückung der Produktionsspitzen im Werk Liesberg. Andere Betriebskosten nahmen im Vorjahresvergleich vor allem dank Kostensenkungsprogrammen ab. Als Folge von strategischen Einkäufen von Wirkstoffen im vierten Quartal 2011 in Erwartung einer erhöhten Kundennachfrage nach transdermalen Produkten stieg der Lagerbestand per Ende 2011 auf EUR 24.0 Mio. (2010: EUR 20.6 Mio.).

Insgesamt konnte die Gesamtkostenbasis (einschliesslich Materialaufwand, Leistungen an Arbeitnehmende und übrigen Betriebsaufwands) als Prozentsatz vom Umsatz um vier Punkte deutlich gesenkt werden.

EBITDA wuchs mit 43% klar stärker als Umsatz
Die Gruppe erzielte für das Gesamtjahr eine deutliche Zunahme des EBITDA auf EUR 25.7 Mio. (+43%; 2010: EUR 18.0 Mio.). Trotz dieser signifikanten Verbesserung gegenüber 2010 bleibt die operative Marge von 19% (2010: 14%) vorläufig noch unter der angestrebten nachhaltigen Zielgrösse von 25%.

Währungsbereinigt, d.h. mit demselben EUR/CHFWechselkurs wie 2010, fiel die Steigerung der Pro-formaEBITDA-Marge auf 23% noch deutlicher aus.

Operativer Gewinn (EBIT) zurück in der Gewinnzone
Während die Abschreibungen auf normalem Niveau verharrten, sanken die Amortisationen markant auf EUR 10.6 Mio. (2010: EUR 19.0 Mio.), da 2010 die Amortisationsfristen für einige immaterielle Vermögenswerte aus der Übernahme von Cimex im Jahr 2004 ausliefen. Der EBIT verzeichnete eine starke Erholung gegenüber dem Vorjahr und ist mit EUR 6.7 Mio. (2010: EUR minus 9.0 Mio.) wieder deutlich im positiven Bereich.

Markante Ergebnissteigerung um 27%
Der Reingewinn vor Steuern belief sich auf EUR 7.0 Mio. (2010: Nettoverlust vor Steuern von EUR 6.0 Mio.) und liegt ebenfalls wieder deutlich in der Gewinnzone. Die Steuern, welche 2010 einen ausserordentlichen Ertrag von EUR 9.3 Mio. aus der Akquisition des Iclaprim- Geschäfts im Jahr 2009 beinhalteten, kehrten auf ein normales Niveau zurück und beliefen sich auf EUR 1.2 Mio. (2010: Steuergutschrift in Höhe von insgesamtEUR 10.5 Mio.). Insgesamt erwirtschaftete die Gruppe einen sehr zufriedenstellenden Reingewinn von EUR 5.7 Mio. (2010: EUR 4.5 Mio.), was einer Steigerung von 27% gegenüber dem Vorjahr gleichkommt.

Auf vergleichbarer Basis, d.h. berechnet ohne die aussergewöhnliche Steuergutschrift von EUR 9.3 Mio. im Vorjahr, ist die Verbesserung noch ausgeprägter (von 2010: EUR minus 4.8 Mio. auf 2011: EUR 5.7 Mio.).

Acino erreicht neue Unternehmensdimensiondank bahnbrechender Akquisition
Die Übernahme eines Geschäftsteils von Cephalon/Mepha hat die vor 18 Monaten begonnene organische Expansion des Unternehmens in aufstrebende Märkte unter der Marke «Acino Switzerland » deutlich beschleunigt.

Bis Dezember 2011 hatten Acino bereits 22 Verträge mit lokalen Vertriebspartnern in 32 Ländern unterzeichnet und ihr «Acino Switzerland»-Produktportfolio in den Bereichen Onkologie und Schmerzbehandlung durch die Einlizensierung mehrerer parenteraler Produkte der belgischen NEOGEN N.V. erweitert.

In einer bahnbrechenden Akquisition hat Acino das internationale Geschäft von Mepha (in Nahost, Afrika, Lateinamerika und Asien) sowie deren Produktionsanlagen und F&EEinheit in Aesch (BL, Schweiz) übernommen. Die Akquisition führt nahezu zu einer Verdoppelung von Acinos Umsatz, erweitert die F&E-Pipeline und stärkt die Herstellungskompetenzen. Zusammen mit dem hochqualifizierten Managementteam wird den rund 370 gut ausgebildeten Mepha-Mitarbeitenden aus der Produktion, F&E und Supporteinheiten die Möglichkeit einer Weiterbeschäftigung innerhalb der Acino Gruppe geboten.

Ein Quantensprung im Hinblick auf die Etablierung einer eigenen Marktpräsenz
Das im Nahen Osten, Afrika, Lateinamerika und Asien akquirierte internationale Geschäft dürfte 2011 einen Jahresumsatz von über EUR 105 Mio. erzielen. Zum gut eingeführten Produktportfolio gehören führende Markenpräparate wie das Analgetikum Olfen (Diclofenac), das Spasmolytikum Spasfon (Phloroglucin/Trimethylphloroglucinol), das Magen-Darm-Medikament Gasec (Omeprazol) und das Antibiotikum Mesporin (Ceftriaxon). Im Detail umfasst die Übernahme:

? -die Produkt- und Dachmarken von Mepha/Cephalon, einschliesslich aller Marktzulassungen und Patentrechte

-für ein Portfolio von 28 Produkten (von Mepha und der früheren Cephalon),

-eine direkte Präsenz in 60 Ländern, ? -alle bestehenden Verträge mit Zulieferern und Distributoren,

?-den Lagerbestand für diese Märkte

Stärkung der Forschung & Entwicklung, Produktion und technologischen Kompetenzen
Der übernommene Mepha-Standort in Aesch (Kanton Basel-Landschaft, Schweiz) umfasst FDA-konforme Produktionsanlagen, Büroflächen und eine auf orale Darreichungsformen spezialisierte Forschungs- und Entwicklungseinheit. Zudem überträgt Mepha verschiedene bestehende Generika-Entwicklungsprojekte in die Acino Pipeline. In Zukunft wird Mepha weiterhin Produkte von ihrem ehemaligen Standort in Aesch beziehen, wovon auch die B2B- Umsätze der Acino profitieren dürften.

Übernahme bringt unmittelbare Ertragssteigerung
Der Gesamtkaufpreis für die internationalen Geschäftsaktivitäten und den Sitz der Mepha in Aesch beträgt rund EUR 94 Mio. (inkl. aufgeschobener Kaufpreiszahlung von rund USD 19 Mio.). Dazu bestehen Abmachungen für den Ausgleich von Nettoumlaufvermögen von maximal EUR 15 Mio.

Gemäss den Transaktionsbedingungen hat Acino die Akquisition durch eine Aktienkapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital im Umfang von rund EUR 20 Mio., durch eigene Mittel und durch einen Bankkredit finanziert. Der Konsortialkredit, den Acino aufnimmt, wird zudem auch zur Finanzierung des weiteren organischen Wachstums verwendet und beläuft sich auf insgesamt EUR 110 Mio. Zudem hat Acino eine Kapitalerhöhung aus dem genehmigtem Kapital um 268 000 Aktien (mit einem Nominalwert von je CHF 0.40) durchgeführt. Namens des Verkäufers des Mepha Geschäftsteils wurden diese Aktien, welche Acino zwischenzeitlich im eigenen Bestand hielt, bei verschiedenen, hauptsächlich schweizerischen Investoren platziert.

Anhaltend hohe Investitionen zur Sicherung unserer Technologieführerschaft
Im Jahr 2011 hat Acino wiederum beträchtliche Investitionen in ihre Technologieplattformen und Pipelineprodukte getätigt. Insgesamt beliefen sich die Investitionen in Sachanlagen und in die Entwicklungspipeline auf EUR 32.6 Mio. (2010: EUR 24.5 Mio.).

(2010: EUR 24.5 Mio.). Der Geldfluss aus Geschäftstätigkeit verringerte sich deutlich auf EUR 8.9 Mio. (2010: EUR 20.4 Mio.). Dazu beigetragen haben vor allem Faktoren rund um Clopidogrel, darin eingeschlossen ist die Veränderung abgegrenzter Umsätze sowie Abfindungszahlungen (für die im vergangenen Jahr getätigte Rückstellungen aufgelöst wurden).

Insgesamt führten die hohe Investitionstätigkeit und das höhere Nettoumlaufvermögen zu einem negativen Free Cashflow von EUR 22.7 Mio. (2010: EUR minus 4.5 Mio.) und zogen eine Erhöhung der kurzfristigen Verbindlichkeiten nach sich.

Nach erfolgter Dividendenzahlung reduzierten sich die Flüssigen Mittel per Ende 2011 auf EUR 4.4 Mio. (31. Dezember 2010: EUR 20.5 Mio.), und die finanziellen Verbindlichkeiten stiegen auf EUR 13.0 Mio. (31. Dezember 2010: keine). Mit der Inbetriebnahme der neuen Produktionsanlagen für parenterale Arzneiformen mit verlängerter Freisetzung in Miesbach (Deutschland) nahmen die Sachanlagen um 14% auf EUR 102.5 Mio. (2010: EUR 89.9 Mio.) zu. Die äusserst vorteilhafte Regelung von Patentstreitigkeiten rund um Buprenorphin und Oxycodon setzte Rückstellungen frei und verringerte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Alles in allem führte dies zu einer erheblichen Reduktion des gesamten Umlaufvermögens (und zu einer Verkleinerung der Bilanzsumme).

Ausblick
Die Acino Gruppe befindet sich wieder auf einem soliden Wachstumskurs.

Im Jahr 2012 erwartet Acino einen deutlich höheren Gesamtumsatz von rund EUR 240 bis 260 Mio. Vor allem die Einführung neuer Produkte dürfte längerfristig zu einer Verbesserung der Profitabilität beitragen. Auf dieser Basis erachten Acino die vom Unternehmen angestrebte EBITDAMarge von 25% weiterhin als nachhaltig.

Die hohe Investitionstätigkeit wird eine höhere Verschuldung und eine niedrigere Eigenkapitalquote nach sich ziehen. Die Gruppe wird jedoch weiterhin über ausreichend finanzielle Flexibilität zur Finanzierung weiteren Wachstums verfügen.

Eine vorrangige Aufgabe im laufenden Jahr wird die Integration der von Mepha übernommenen Betriebseinheiten in die Gruppe sein. Dies wird nicht nur Strukturen, sondern auch Acinos Kultur verändern und wird von allen Mitgliedern der Organisation aussergewöhnliche Anstrengungen verlangen.


Medienkontakt:
Acino Holding AG Erlenstrasse 1 4058 Basel info@acino-pharma.com

Kontakt:
Acino International AG
Thurgauerstrasse 36/38
8050 Zürich

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