Mehr als 400 internationale Modemarken lehnen «Tierqual-Wolle» ab - VIER PFOTEN


VIER PFOTEN - Stiftung für Tierschutz

06.10.2023, Zürich/Biella - Eine Stunde von der Modemetropole Mailand entfernt, in der kleinen Stadt Biella, fand kürzlich die Natural Fibre Connect Conference statt. Die hochrangige Branchenveranstaltung wird von führenden Woll-, Kaschmir-, Mohair- und Alpakaproduzenten organisiert. Gemeinsam fordern sie mehr «Naturfasern» bis 2030, während die globale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN und eine wachsende Zahl von Verbraucherinnen und Verbrauchern mehr Tierschutz und ein Ende der grausamen Verstümmelung von Lämmern, dem sogenannten Mulesing, fordern.


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Bereits mehr als 400 internationale Modemarken haben sich öffentlich gegen grausam hergestellte Wolle ausgesprochen. Führende Marken wie Adidas, Hugo Boss oder Mara Hoffman gehen noch einen Schritt weiter. Sie haben einen offenen Brief von VIER PFOTEN unterzeichnet, worin sie ihr Engagement bekräftigen, bis 2030 nur noch Wolle aus artgemässer Haltung zu beziehen. Der offene Brief richtet sich auch an die Wollindustrie, die Verfügbarkeit bis zu diesem Zeitpunkt zu decken. VIER PFOTEN ruft die Industrie und insbesondere die australischen Wollproduzenten dazu auf, auf resistente Schafzüchtungen umzusteigen, die das Mulesing überflüssig machen.

Viele australische Wollzüchter haben bereits bewiesen, dass die Zucht von Schafen, die gegen Fliegenbefall resistent sind, möglich und wirtschaftlich rentabel ist. Dennoch muss die grosse Mehrheit der australischen Lämmer immer noch unerträgliche Schmerzen, Schocks und Traumata erleiden, wenn sie im Alter von nur wenigen Wochen brutal und ohne jegliche Betäubung beschnitten werden. «Weltweit ist das Mulesing die weitverbreiteste Verstümmelung von Nutztieren. VIER PFOTEN hat in Italien der Industrie deutlich gemacht, dass die Debatte über Mulesing von jedem Mitglied der globalen Wolllieferkette geführt werden muss. Schmerzfreie Alternativen sind verfügbar und können Millionen von Lämmern Leiden ersparen, wenn sie richtig angewendet werden», sagt Julia Fischer, Campaigns Manager Nutztiere und Ernährung bei VIER PFOTEN Schweiz.

Modemarken gegen Mulesing

VIER PFOTEN hat damit begonnen, internationale Marken zu dokumentieren, die sich seit 2020 öffentlich gegen Mulesing verpflichtet haben. Was mit 100 Marken begann, ist in den letzten drei Jahren auf eine bemerkenswerte Zahl von über 400 angewachsen. Darunter befinden sich die Schweizer Marken Mammut und Calida.

«Gemeinsam mit globalen Modemarken sowie Verbraucherinnen und Verbrauchern rufen wir die globalen Wolllieferketten auf, sich zu verpflichten, bis 2030 auf Mulesing zu verzichten. Wir unterstützen die Erzeuger bei der Umstellung auf gegen Fliegenbefall resistente Schafe. Eine gute Zuchtauswahl und ein gutes Management führen ausserdem zu einer höheren Überlebensrate von Lämmern und Mutterschafen und zu insgesamt gesünderen Schafen. Daraus entsteht ein wirtschaftlicher Vorteil, was viele australische Wollproduzenten bereits bewiesen haben», erklärt Julia Fischer.

Hintergrund

80 Prozent der Merinowolle für den globalen Modemarkt stammen aus Australien – dem einzigen Land der Welt, in dem Mulesing noch praktiziert wird. Beim Mulesing werden Lämmern im Alter von wenigen Wochen grosse Hautstreifen vom Hinterteil abgeschnitten. Das geschieht in der Regel ohne angemessene Betäubung. Bei den Tieren verursacht das starke Schmerzen, Angst und Stress. Mulesing wird als schnelle und billige Methode zur Verhinderung eines Befalls durch Schmeissfliegen eingesetzt, wobei es längst alternative Methoden gibt. Dazu zählen die Zucht von Schafen, die gegen Schmeissfliegenbefall resistent sind, und die engere Betreuung der Tiere, durch die Schmeissfliegenbefall als auch Mulesing ausgeschlossen werden kann.


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Oliver Loga
Press Manager Schweiz
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Quellen:
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