Kanton setzt bei Grossprojekt auf neue form der Projektabwicklung
12.12.2025, Mit der Sanierung und Erweiterung der ARA Birs in Birsfelden wendet der Kanton Basel-Landschaft erstmals das Verfahren der integrierten Projektabwicklung an. Dieses Modell bringt Bauherrschaft, Planer und Unternehmer von Beginn an in einem gemeinsamen Team zusammen. Es steht für eine neue, kooperative Form des Projektmanagements in der öffentlichen Hand. Am 9. Dezember 2025 haben das Amt für Industrielle Betriebe BL und die beteiligten Unternehmen den Vertrag unterzeichnet.
Kooperative Zusammenarbeit von Beginn an
Mit der integrierten Projektabwicklung geht der Kanton neue Wege. Das Modell ermöglicht es, Fachwissen aus Planung und Ausführung frühzeitig in das Projekt einfliessen zu lassen. Bauherrschaft, Planer und Unternehmer arbeiten dabei als gleichberechtigte Partner zusammen, um Qualität, Termine und Kosten gemeinsam zu steuern. Grundlage bildet das seit dem 1. Januar 2024 geltende revidierte Beschaffungsrecht, das solche Allianzen auch im öffentlichen Sektor erlaubt.
Die «Birs Allianz» als Partnerin des Kantons
Aus der öffentlichen Ausschreibung ist die «Birs Allianz» als Zuschlagsempfängerin hervorgegangen. Sie setzt sich aus regional und national etablierten Unternehmen zusammen:
Holinger AG Ingenieurunternehmen, Liestal (Planer) KWP Energieplanung AG, Hochdorf (HLK-Planer) Marti AG Basel, Basel (Bauunternehmung) Techfina AG, Winterthur (Ausrüster) Selmoni Installation AG, Münchenstein (Elektroinstallation und Schaltanlagenbau) Alltech Installationen AG, Muttenz (Heizung und Sanitär) Voirol AG Luft- und Klimatechnik, Basel (Lüftung und Kälte) Zukunftsweisendes Modell für den Infrastrukturbau Die ARA Birs ist eine wichtige Anlage der regionalen Abwasserentsorgung. Im April 2024 hatte der Landrat für die Projektierung einen Kredit von 7,6 Millionen Franken bewilligt.
Das Amt für Industrielle Betriebe und die Zentrale Beschaffungsstelle haben gemeinsam mit externer Unterstützung das Vertragswerk für die neue Abwicklungsform entwickelt. Das Modell könnte künftig auch bei weiteren komplexen Infrastrukturprojekten des Kantons Anwendung finden.
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