Staatskundeunterricht: Postulat soll als erfüllt abgeschrieben werden
21.01.2026, Regierungsratssitzung 20. Januar 2026 Ein Postulat der SVP-Landratsfraktion fordert die Prüfung eines vertieften Staatskundeunterrichts für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I. Der Regierungsrat sieht keinen Handlungsbedarf.
Schulen leisten schon jetzt mehr
Der Regierungsrat teilt in seiner Stellungnahme die Ansicht, dass politische Bildung sehr wichtig ist und die direkte Demokratie ein wertvolles Gut darstellt. Die Schule hat den klaren Auftrag, Kinder und Jugendliche zu befähigen, Informationen selbstständig zu beschaffen, eine eigene Meinung zu bilden und sich aktiv in die Politik und Gesellschaft einzubringen. Dieser Auftrag ist bereits heute im Glarner Lehrplan breit verankert - und zwar bewusst verteilt über mehrere Fächer. Eine Konzentration auf ein einziges Fach würde die politische Bildung sogar einschränken, weil sie dann nur noch punktuell stattfindet. Zudem werden die speziellen politischen Merkmale des Kantons bereits verbindlich unterrichtet.
Insgesamt leisten die Schulen deutlich mehr, als im Postulat gefordert wird. Deshalb sieht der Regierungsrat keinen zusätzlichen Handlungsbedarf und beantragt dem Landrat, das Postulat zu überweisen und als bereits erfüllt abzuschreiben. Die Unterlagen zum Postulat sind in der Geschäftsdatenbank des Landrates publiziert.
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