Verkehrssicherheit: In der Jura-Region wird bis 2025 mit einem Rückgang der Unfälle gerechnet.
18.03.2026, Die Kantonspolizei Jura präsentierte am Montag ihre Strassenverkehrsstatistik für 2025. Die Zahl der Verkehrsunfälle sank im Vergleich zum Vorjahr um fast 10 % und erreichte damit den niedrigsten Stand seit der Unabhängigkeit des Kantons Jura im Jahr 1979. Im vergangenen Jahr wurden keine tödlichen Unfälle auf öffentlichen Strassen verzeichnet. Dieser positive Trend ist trotz des anhaltenden Anstiegs des Fahrzeugbestands im Kanton zu beobachten.
Das Jahr 2025 war zudem bemerkenswert, da es erstmals seit Kantonsgründung keine tödlichen Verkehrsunfälle gab. Historische Trends zeigen einen stetigen Rückgang der Verkehrstoten über mehrere Jahrzehnte, vor allem dank Sicherheits- und Präventionsmassnahmen. Die
Unfallanalyse
bestätigt die in den letzten Jahren beobachteten Trends. Die Hauptursachen sind der körperliche Zustand des Fahrers (58), Unaufmerksamkeit und Ablenkung am Steuer (39), unangemessene Geschwindigkeit (43) und Missachtung der Vorfahrt (44).
Unfälle im Zusammenhang mit Alkoholkonsum gehen zurück, mit einem Rückgang um 15 Fälle (-25,5 %) im Vergleich zum Vorjahr. Im Jahr 2025 wurden 20 Unfälle mit Fussgängern registriert. In keinem dieser Fälle wurde dem Fussgänger die Schuld zugesprochen.
Prävention und Durchsetzung:
Die Kantonspolizei Jura führte 2025 verschiedene Präventionsmassnahmen durch. Dazu gehörten eine erhöhte Verkehrspräsenz, Plakatkampagnen, Aktionen an Schulen sowie die Verbreitung von Informationen über Medien und soziale Netzwerke.
Auch Verkehrskontrollen blieben ein wichtiges Instrument zur Verbesserung der Verkehrssicherheit. Im Jahr 2025 führte die Polizei 229 Geschwindigkeitskontrollen durch (64 % innerorts, 14 % auf der Autobahn A16 und 22 % ausserhalb Ortschaften). 848.340 Fahrzeuge wurden per Radar kontrolliert, und 28.600 Verstösse wurden festgestellt: 27.856 Bussgelder wurden verhängt, 744 Anzeigen erstattet und 267 Führerscheine entzogen. Zudem wurden zwei Fälle von rücksichtslosem Fahren registriert.
Insgesamt wiesen 3,37 % der kontrollierten Fahrzeuge Verstösse auf. Die Polizei führte ausserdem gezielte Kontrollen des Gesundheitszustands der Fahrer durch und ging gezielt gegen Lkw-Verkehr vor.
Prioritäten für die Verkehrssicherheit 2026
Die Kantonspolizei Jura wird ihre Präventions- und Kontrollmassnahmen auch 2026 mit vier Schwerpunkten fortsetzen: körperliche Verfassung der Fahrer, Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzungen, Bekämpfung von Unaufmerksamkeit und Handynutzung am Steuer, Achtung der Vorfahrt und Schutz von Fussgängern.
Die Kantonspolizei betont erneut, dass das Verhalten aller Verkehrsteilnehmer entscheidend für die Aufrechterhaltung und Verbesserung der Verkehrssicherheit im Kanton ist.
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