Schlussbericht zur Standortbestimmung Sprachenkonzept liegt vor
01.06.2026, Der Kanton Basel-Landschaft hat den Fremdsprachenerwerb in der Volksschule umfassend wissenschaftlich untersuchen lassen. Der Schlussbericht zeigt: Gute Sprachkompetenzen entstehen durch das Zusammenspiel verschiedener Qualitäts- und Rahmenbedingungen. Basel-Landschaft und Basel-Stadt prüfen nun gemeinsam mögliche Weiterentwicklungen des heutigen Sprachenkonzepts.
Der nun vorliegende Schlussbericht zeigt: Der Startzeitpunkt alleine ist nicht matchentscheidend. Erfolgreicher Fremdsprachenerwerb beruht auf dem Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Relevant sind insbesondere die Sprachkompetenz der Lehrpersonen, alltagsnaher Unterricht, eine kontinuierliche Begegnung mit der Zielsprache, ein hoher Anteil an Unterricht in der Zielsprache sowie gut abgestimmte Übergänge zwischen den Schulstufen und ausreichende Lerngelegenheiten.
Wissenschaftliche Überprüfung des Sprachenkonzepts
Der Bildungsrat des Kantons Basel-Landschaft gab die Standortbestimmung in Auftrag, um das Sprachenkonzept auf eine belastbare wissenschaftliche Grundlage zu stellen. Für die Befragung ausgewählter Anspruchsgruppen arbeitete der Kanton Basel-Landschaft mit den Kantonen Basel- Stadt und Solothurn zusammen, die beim Sprachenkonzept für die Volksschule ebenfalls Entwicklungsbedarf sehen.
Im Zentrum der Analyse standen die Fragen, welche Kompetenzen Schülerinnen und Schüler in Französisch und Englisch erreichen und welche Faktoren den Lernerfolg beeinflussen. Dazu wurden fünf Teilprojekte umgesetzt. Grundlage bildeten eine wissenschaftliche Metaanalyse, Zusatzauswertungen unter anderem aus Checks und der Überprüfung der Grundkompetenzen (ÜGK), Befragungen verschiedener Anspruchsgruppen sowie der Einbezug von Fremdsprachenlehrpersonen der Primar- und Sekundarschulen. Begleitet wurde der Prozess von einem wissenschaftlichen Beirat. Die Ergebnisse wurden mit Vertretungen aller beteiligten Anspruchsgruppen diskutiert und im vorliegenden Schlussbericht zusammengefasst.
Beide Basel prüfen gemeinsame Weiterentwicklung
Die Kantone Basel-Landschaft und Basel-Stadt stimmen seit der Annahme des HarmoS-Konkordats ihre Volksschulen eng miteinander ab. Auf Basis der Standortbestimmung und der darin identifizierten Handlungsfelder werden nun gemeinsam bis im Sommer 2027 Umsetzungsvarianten zur Weiterentwicklung des Sprachenkonzepts geprüft und ausgearbeitet. Die Umsetzung einer Variante soll nach Möglichkeit per Schuljahr 2030/31 beginnen.
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