Mind Health Report: Schweizerinnen und Schweizer setzen bei psychischen Problemen auf KI
18.06.2026, Gemäss dem aktuellen Mind Health Report der AXA Gruppe hat in der Schweiz jede vierte Person mit psychischen Problemen zu kämpfen. Zwei von drei Befragten gaben an, dass die Bildschirmzeit ihre Psyche negativ beeinflusst – und doch sind KI-Tools bei psychischen Gesundheitsthemen bei der Hälfte der Schweizerinnen und Schweizer hoch im Kurs.
Zukunftsängste und soziale Medien als Belastung
Doch welche Faktoren tragen zur Verschlechterung der psychischen Gesundheit der Schweizerinnen und Schweizer bei? Mit 43 Prozent gab der Grossteil der Befragten an, die Ungewissheit über die Zukunft als belastend wahrzunehmen. Auch finanzielle Sorgen und die Unsicherheit auf dem Arbeitsmarkt machen vielen zu schaffen (42 %). Zusätzlich schlagen die ständige Belastung durch negative Medienberichterstattung (35 %), soziale und politische Unruhen (35 %) und die geopolitische Instabilität (34 %) den Befragten aufs Gemüt. Bemerkenswert ist zudem, dass jede vierte Person (28 %) berichtete, dass die sozialen Medien ihre psychische Gesundheit beeinträchtigen.
Bildschirmzeit sorgt für schlechtere Schlafqualität
Zwei von drei Befragten gaben an, die negativen Auswirkungen ihrer Bildschirmzeit auf ihr tägliches Leben wahrzunehmen. In der Altersgruppe zwischen 18 und 24 Jahren stimmten dieser Aussage mit 93 Prozent fast alle Befragten zu. Mit zunehmendem Alter nimmt die negative Wahrnehmung der Bildschirmzeit kontinuierlich ab und ab 55 Jahren nehmen noch 46 Prozent deren Auswirkungen als negativ wahr. Laut Aussagen der Studienteilnehmenden wirkt sich diese am häufigsten negativ auf die Schlafqualität (44 %), die Konzentration (42 %), die körperliche Aktivität (39 %) und die generelle Stimmungslage (38 %) aus.
KI als Anlaufstelle bei psychischen Problemen
Nicht alle von psychischen Problemen betroffenen Personen in der Schweiz sind bereit, sich professionelle Hilfe zu holen. Dies hat gemäss Umfrage verschiedene Gründe. An erster Stelle steht mit 45 Prozent die Annahme, dass dies nicht notwendig ist. Auch die Kosten werden mit 35 Prozent von den Betroffenen als Grund genannt, auf professionelle Unterstützung zu verzichten.
Mehr als die Hälfte der Befragten gab an, für mentale Gesundheitsthemen regelmässig oder zumindest gelegentlich KI-Anwendungen zu nutzen (55 %). Am häufigsten werden KI-Tools dazu gebraucht, sich über die eigene psychische Gesundheit zu informieren (37 %) oder für die Suche nach Ratschlägen, um andere Personen in Bezug auf ihre mentale Gesundheit zu unterstützen (36 %). Ein Drittel der Befragten nutzt die künstliche Intelligenz zur Ermittlung geeigneter Massnahmen, um die mentale Gesundheit selbst in den Griff zu bekommen.
Über die Studie
In Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut Ipsos hat die AXA Anfang 2026 19’000 Personen zwischen 18 und 75 Jahren aus 18 Ländern mittels Online-Fragebogen zu ihrem mentalen Wohlbefinden befragt – darunter 1‘000 Personen in der Schweiz.
Ursprünglich wurde dieser Artikel am 03.06.2026 auf der Webseite der AXA veröffentlicht.
Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber.
Kontakt:
Weitere Informationen und Links:
Newsletter abonnieren
Auf diesem Link abonnieren Sie unseren Newsletter und sind stets aktuell informiert.
Eigene News publizieren
Haben Sie eine aktuelle Firmeninformation oder ein Angebot, dass Sie hier publizieren möchten?
Auf diesem Link erfassen Sie die entsprechenden Informationen.















